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Leitprojekte werden weiter entwickelt

Weil der Stadt - Die projektbegleitende Arbeitsgruppe zur Stadtentwicklungsplanung "Weil der Stadt 2020" hat ihre Arbeit aufgenommen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus den Stadträten Martin Buhl, Franz Decker, Dorothea Fischer, Dr. Michael Hofbauer, Karl-Heinz Junitz, Markus Kling, Roland Prohaska, Achim Sendersky, Bernhard Weisser, Jürgen Widmann und Sonja Wolf zusammen. Moderiert werden die Sitzungen von zwei Mitarbeitern der Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH, Thomas Geissler und Jürgen Mühlbacher.

In den nächsten Wochen entwickelt die Arbeitsgruppe die vom Gemeinderat in zwei Klausurtagungen erarbeiteten Leitprojekte (Bürgerschaftliches Engagement, Schulstadt Weil der Stadt - Lebenslanges gemeinsames Lernen, Entwicklung Ortskerne, Gestaltungsoffensive Innenstadt - Anbindung Wolldeckenareal, Siedlungsentwicklung, Naherholungsgebiete, Würmprojekt, Standortpflege, Gewerbeflächenentwicklung und Flächenmanagement, Einzelhandels- und Stadtmarketingkonzeption) weiter und hat auch die Möglichkeit, weitere Leitprojekte aufzugreifen.

Besonders berücksichtigt werden dabei die Ergebnisse der acht Planungswerkstätten, in denen sich rund 200 Bürger mit den Themen Ortsentwicklung der Stadtteile Hausen, Merklingen, Münklingen und Schafhausen, Bildung, Kultur, Soziales, Freizeit, Tourismus, Kinder und Jugendliche, Wohnungsbau-/Siedlungsflächenentwicklung, Freiraum/Ökologie, Gewerbeentwicklung, Einzelhandel, Dienstleistungen und Gestaltungsoffensive Innenstadt - Anbindung Wolldeckenareal, Entwicklung der historischen Altstadt beschäftigten.

Ziel der projektbegleitenden Arbeitsgruppe ist es, bis Mitte Dezember einen ersten Entwurf des Stadtentwicklungsplans auszuarbeiten, der als Grundlage für eine Klausurtagung des Gemeinderats dienen soll. Danach werden die Ergebnisse der Klausurtagung öffentlich präsentiert und mit den Bürgern diskutiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Weitere Informationen zur Stadtentwicklungsplanung "Weil der Stadt 2020" sind auf der Homepage der Stadt - Weil der Stadt - unter "Rathaus & Politik/Stadtentwicklungsplanung" zu finden. Wer Fragen zur Stadtentwicklungsplanung hat, kann sich an die Stadtverwaltung, Telefon (0 70 33) 521-163, oder an die Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH, Thomas Geissler, Telefon (07 11) 6 45 41 97, oder Jürgen Mühlbacher, Telefon (0 711) 6 45 41 25, wenden.

 

"Weil der Stadt 2020" wächst

Weil der Stadt - Der Gemeinderat beschloss auf einer Klausurtagung im Dezember 2004, die Überlegungen zur Stadtentwicklung zu bündeln und den künftigen Flächennutzungsplan und die aktuellen Generalverkehrspläne für Weil der Stadt, Hausen und Merklingen in einen Stadtentwicklungsplan zu integrieren.

Im Hinblick auf den demografischen Wandel wurden seitdem alle Bereiche des städtischen Lebens für die nächsten 15 bis 20 Jahre überprüft. Die Firma Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH wurde beauftragt, den Stadtentwicklungsplan zu erstellen und den Entscheidungsprozess zu begleiten.

In einer weiteren Sitzung entwickelten die Stadträte mögliche Leitprojekte. Diese wurden dokumentiert und in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 12. April 2005 vorgestellt.

Im Juni und Juli trafen sich bis zu 200 Bürger mehrmals in vier regionalen Arbeitsgruppen für die Stadtteile Merklingen, Schafhausen, Münklingen und Hausen sowie in vier weiteren ortsübergreifenden Planungswerkstätten zu den Themenbereichen "Entwicklung und Gestaltung der Weil der Städter Innenstadt", "Kinder, Jugend und Soziales", "Kultur und Tourismus", "Zukunft von Gewerbe und Dienstleistungen" und "Siedlungsentwicklung, Wohnungsbau, Ökologie und Energie". Gewollt waren Überschneidungen bei den Themenbereichen der verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Phase der Bürgerbeteiligung im Stadtentwicklungsplanungs-Prozess hatte das Ziel, Stärken und Schwächen auf den jeweiligen Gebieten herauszuarbeiten und sich auf erstrebenswerte Ziele zu verständigen. Sie ist mit der Präsentation der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen nun abgeschlossen.

Die Protokolle der Arbeitsgruppen werden nun von der LEG zu einem Abschlussbericht zusammengefasst. Dieser dient dem Gemeinderat als Diskussionsgrundlage in einer weiteren Klausurtagung im kommenden Herbst. Dort werden Prioritäten gesetzt und der Stadtentwicklungsplan aufgestellt. Vor der Verabschiedung des Stadtentwicklungsplans durch den Gemeinderat im Frühjahr 2006 wird die Öffentlichkeit nochmals über den Stand der Planung informiert und erhält die Gelegenheit zur Rückmeldung.
Weitere Infos im Internet

http://www.weil-der-stadt.de

 

Bürger wollen sich an der Stadtentwicklung beteiligen

Weil der Stadt - Am Mittwochabend fand die Auftaktveranstaltung zur Stadtentwicklungsplanung "Weil der Stadt 2020" statt. Bürgermeister Hans-Josef Straub begrüßte die Bürger in der vollbesetzten Aula des Schulzentrums in Weil der Stadt und freute sich über die engagierte Beteiligung.

Jürgen Mühlbacher und Thomas Geissler, Projektleiter der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg, führten über Leitprojekte, Diskussionspläne und Methoden in das Stadtentwicklungsprojekt Weil der Stadt 2020 ein.

Als "spannend wie nie" und riesige Herausforderung bezeichnete eingangs Bürgermeister Hans-Josef Straub das Planungsvorhaben "Weil der Stadt 2020". Dieses Unterfangen sei keine Politik für heute, auch nicht für morgen, sondern Politik für eine ganze Generation.

Einen überaus hohen Stellenwert in den von der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg ausgearbeiteten Plänen hat die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Weil der Stadt in den kommenden zwanzig Jahren. Darüber waren sich sowohl der Bürgermeister, als auch die drei Vertreter der Kommunalentwicklung, Jürgen Mühlbacher, Thomas Geissler und Dorothee Schäfer einig.

"Aus dem heutigen Bevölkerungs-Tannenbaum wird sich die Gesellschaft in naher Zukunft zu einem Bevölkerungs-Laubbaum entwickeln", begründete Straub das große Augenmerk auf den Bau neuer Alten- und Pflegeheime. Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren der prozentuale Anteil der alten Menschen stetig steigen wird. "Dies ist nicht nur Angelegenheit der Bundes-, sondern vor allem auch der Kommunalpolitik", sagte Jürgen Mühlbacher. Deshalb erstellte die Kommunalentwicklung in der Vergangenheit Diskussionspläne, Leitprojekte und Methoden für so genannte "Planungswerkstätten", in denen die Bürger eigene Ideen und Vorschläge einbringen können. Dass die Meinung der Bürger in diesen Planwerkstätten zählt, bekräftigte Bürgermeister Hans-Joseph Straub. In den Arbeitsgruppen würden deshalb die Gemeinde- und Stadträte außen vor bleiben. "Keiner wird untergebuttert, ihre Meinung ist wichtig", verprach der Bürgermeister und forderte die Anwesenden zur Teilnahme auf.

Infra- und Sozialstruktur, Wohnungsbau und Gewerbeentwicklung sollen in Zukunft stetig verbessert und erweitert werden. Nicht nach außen, sondern nach innen, soll gebaut und so die noch vorhandenen Freiflächen genutzt werden. Dazu stellte Thomas Geissler zehn Leitprojekte vor, die in Weil der Stadt in den kommenden Jahren verwirklicht werden sollen.

Die "Schulstadt" Weil der Stadt soll ihr Profil schärfen, Ganztagesbetreuung als Angebot hinzukommen. Das Kultur- und Freizeitangebot soll sowohl den Jugendlichen als den Senioren neue Möglichkeiten bieten. Die Innenstadt soll umgestaltet werden, Naherholungsgebiete, Siedlungen und neue Gewerbeflächen maßvoll ergänzt und erweitert und natürlich das bürgerschaftliche Engagement weiter vorangetrieben werden.

Beim anschließenden Einschreiben in die einzelnen Planungswerkstätten war der Zuspruch der BürgerInnen vor allem beim Thema "Wohnungsbau-/Siedlungsflächenentwicklung, Freiraum/Ökologie" sehr groß. Denn ökologische Fragen wurden nach Ansicht vieler bisher zu wenig Beachtung geschenkt. Doch wenn genügend Interessierte sich finden, so Mühlbacher, können die Bürger in Zukunft auch weitere Arbeitsgruppen gründen.

 

Briefe vom Gewerbeverein

Weil der Stadt - Rund 550 öffentlich auftretende Unternehmen aller Branchen wie Dienstleister, Einzelhändler, Selbstständige und Handwerker in allen fünf Stadtteilen von Weil der Stadt erhalten dieser Tage Post vom Gewerbeverein Weil der Stadt.

Mit einer konzertierten Briefaktion nimmt der Vorstand des Gewerbeverein den im vergangenen Herbst eingeleiteten Stadtentwicklungsprozess zum Anlass für diese gemeindeweite Werbeaktion.

Welches Potenzial in Weil der Stadt an Unternehmen besteht, zeigt das Gegenüberstellen der Anfang Februar 2005 beim Ordnungsamt gemeldeten Zahl von über 1200 angemeldeten Gewerbetreibenden mit der im 51. Jahr seines Bestehens auf knapp 60 Mitglieder gewachsenen Mitgliederzahl des Gewerbevereins.

Innenstadtgestaltung, Verbindung des ehemaligen Wolldecken-Areals mit der Kernstadt, Gewerbeflächenentwicklung, Einzelhandels- und Standortmarketing sind einige der vom Gemeinderat unter Moderation der Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH ermittelten Leitprojekte des begonnenen Stadtentwicklungsprozesses. Und zugleich sind dies unmittelbar Gewerbetreibende der Gesamtstadt umtreibende und betreffende Themenkomplexe.

Das Vorstandsteam des Weil der Städter Gewerbevereins wirbt per Werbebrief für ein gemeinsames Auftreten sowie Interessenvertretung in einer starken Solidargemeinschaft: "Wir wollen als das Sprachrohr von Handel und Gewerbe sowie als kompetenter und wichtiger Gesprächspartner im Kreis zahlreicher weiterer privater und öffentlicher Interessen wirken - nicht nur aktuell beim Stadtentwicklungsprozess."

 

Leitprojekte sollen die Stadt zukunftsfähig machen

Weil der Stadt - Der Stadtentwicklungsplan "Weil der Stadt 2020" ist eines der wichtigsten Projekte von Stadtverwaltung und Gemeinderat. Darin werden Leitlinien festgehalten, die aufzeigen, in welche Richtung sich die Keplerstadt in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln soll. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend gab es einen ersten Zwischenbericht.

Bei einer eintägigen Klausurtagung im Dezember wurden vom Gemeinderat Visionen für die Entwicklung von Weil der Stadt erarbeitet. Bei einer weiteren Sitzung im März wurden diese Handlungsansätze, die zuvor in drei thematisch verschiedenen Arbeitskreisen diskutiert worden waren, weiter differenziert und es wurden Leitprojekte für den Stadtentwicklungsplan festgelegt. Diese Konzepte, die für die Profilierung und strategische Ausrichtung der Stadt von zentraler Bedeutung sind, wurden in den vergangenen Wochen von der Kommunalentwicklung LEG überarbeitet und nun der Öffentlichkeit vorgestellt. In Zukunft bilden sie den Rahmen für die Beteiligung der Bürger in Form von Planungswerkstätten.

Leitprojekt 1 beschäftigt sich mit dem bürgerschaftlichen Engagement. Bereits jetzt bestehe in Weil der Stadt ein hochwertiges Infrastrukturangebot, das durch ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen geprägt ist. Hauptziel soll nun die Optimierung und der Ausbau bestehender Angebote und Einrichtungen sein. Dabei soll die Generationen übergreifende Vereinsarbeit mit der besonderen Ausrichtung auf Kinder und Jugendliche fortgeführt werden und es sollen die Schnittstellen zwischen Ehrenamt und professionellen Strukturen herausgearbeitet werden.

Leitprojekt 2 trägt den Titel "Schulstadt Weil der Stadt - Lebenslanges gemeinsames Lernen". Grundlage für die Profilierung und den Ausbau der Bildungsarbeit ist das hochwertige und vielfältige Schulangebot der Keplerstadt. Die Schulen sollen künftig als Netzwerk zusammenarbeiten. Eltern, Vereine und Ehrenamtliche sollen verstärkt in die Bildung mit einbezogen werden. Besonderes Augenmerk wird auf den Ganztagsbetreuungsangeboten liegen.

Mit der Entwicklung der Ortskerne befasst sich Leitprojekt 3. In allen Stadtteilen ist das historische Erbe noch deutlich ablesbar; das soll auch so bleiben. Trotzdem gibt es Leerstände, einen hohen Modernisierungs- und Renovierungsbedarf und die Gefährdung der Nahversorgungsfunktion durch die hohe Verkehrsbelastung. Die Wohnfunktion in den Ortskernen soll daher gestärkt und die verkehrliche Sicherheit erhöht werden. Erhebliche Potenziale hierfür sind laut Zwischenbericht vorhanden.

Leitprojekt 4 besteht aus der "Gestaltungsoffensive Innenstadt" und der Anbindung des Wolldeckenareals. Hierbei soll die Altstadt sowohl als historisches Erbe als auch als Bestandteil der modernen Stadt aufgewertet werden. Die Zentralität der Innenstadt wird über einen Ausbau des Einzelhandels und der Dienstleistungsangebote erhöht, die Parkierungs- und Verkehrskonzepte werden optimiert.

Um die Siedlungsentwicklung kümmert sich Leitprojekt 5. In allen fünf Stadtteilen bestehen Wohnbauflächenpotenziale. Insgesamt sind im Flächennutzungsplan 36 Hektar Wohnbaufläche ausgewiesen. Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten sollen unter Konzentration der Wohnbauentwicklung auf Gemeindeteile mit Siedlungsfunktion gesichert werden. Außerdem wird der Flächenverbrauch durch eine verstärkte Innenentwicklung reduziert.

Naherholungsgebiete sind das Thema von Leitprojekt 6. Weil der Stadt weist bereits jetzt ein hochwertiges natürliches Umfeld im Übergang vom Heckengäu zum Nordschwarzwald auf. Es bestehen zahlreiche Naherholungsgebiete und ein breites Wanderwegnetz. Der Stadtentwicklungsplan sieht einen Ausbau und eine Aufwertung der Naherholungsmöglichkeiten und Freizeitangebote vor. Außerdem ist eine Sicherung der Übergänge von Siedlung und Landschaft vorgesehen.

Die Würm steht im Mittelpunkt von Leitprojekt 7. Sie soll mit einer Integration in bestehende regionale Konzepte wie PLENUM-Heckengäu aufgewertet werden.

Um Standortpflege geht es bei Leitprojekt 8. Die zunehmende Konkurrenz unter den Kommunen erfordert die Erarbeitung eines Wirtschaftsförderungsprogramms, zugeschnitten auf die kleinteilige Betriebsstruktur. Ein solches Beratungs- und Förderangebot fehlt bisher in Weil der Stadt. Außerdem soll das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen ausgebaut und eine enge Zusammenarbeit mit Verbänden und Institutionen angestrebt werden.

Die gewerblichen Flächenreserven sind in Weil der Stadt mit unter vier Hektar gering. Es handelt sich vornehmlich um Restflächen im Bestand. Zudem ist die Verkehrsanbindung nicht immer optimal. Auf diese Probleme bezieht sich Leitprojekt 9.

Schließlich dreht sich Leitprojekt 10 um die Einzelhandels- und Stadtmarketingkonzeption. Immer noch besteht eine Konzentration des Einzelhandels mit vielfältigem Sortiment in der Innenstadt. Defizite sind die mangelnde Zusammenarbeit der Einzelhändler und das niedrige Qualitätsbewusstsein der Kunden gegenüber der Qualität des Angebotes. Ein gezieltes Stadtmarketing und eine abgestimmte Werbestrategie sollen hier Abhilfe schaffen. Große Probleme gibt es dagegen bei der Versorgung der Stadtteile und Wohngebiete, denen daher die besondere Konzentration gilt.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Weil der Stadt - Zehn Leitprojekte sind ausgearbeitet und der Zwischenbericht zum Stadtentwicklungsplan "Weil der Stadt 2020" liegt vor. Wie geht es jetzt weiter und wie kann man sich als Bürger beteiligen?

Zunächst wird eine Bürgerversammlung stattfinden, in der sich die interessierten Einwohner über die bisherigen Resultate informieren können und motiviert werden, sich an der weiteren Planung zu beteiligen. "Außerdem werden über die Medien und die Vereine weitere Menschen geworben", erklärt Jürgen Mühlbächer von der Kommunalentwicklung LEG.

Entweder meldet man sich direkt bei der Bürgerversammlung für eine der Planungswerkstätten oder im Rathaus oder über Teilnehmerlisten. Insgesamt gibt es acht Planungswerkstätten, fünf davon zu den Themen der Innenstadt- und Ortszentrenentwicklung. Die restlichen drei gliedern sich nach den Arbeitskreisen der bisherigen Klausurtagungen: 1. Bildung, Kultur, Soziales, Freizeit, 2. Wohnungsbau-/Siedlungsflächenentwicklung, Freiraum/Ökologie 3. Gewerbeentwicklung, Einzelhandel und private Dienstleistungen.

In diesen Planungswerkstätten äußern die Interessenten dann ihre Ideen und diskutieren sie. Als Orientierung hierfür sollen die Leitprojekte dienen. Schließlich findet noch eine Ergebnispräsentation für Gemeinderat und Öffentlichkeit statt.

Termine stehen noch nicht fest. Die KE empfiehlt, dass die Planungswerkstätten bis Mitte Juli durchgeführt werden. Nicht bei allen Gemeinderäten stieß dieser Zeitplan auf Begeisterung. "Nehmt euch um Gottes Willen Zeit und überstürzt nichts", meinte Roland Prohaska (SPD). Franz Decker von der Bürgerliste sprach sich dagegen für eine zügige Ausführung aus: "Wenn wir jetzt faulenzen, wird das nichts!"

 

Wie sieht Weil der Stadt in 15 Jahren aus?

Weil der Stadt - Wegen der Fortschreibung des Flächennutzungsplans und des demografischen Wandels hat der Gemeinderat beschlossen, mit Unterstützung der Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH einen Stadtentwicklungsplan zu erstellen. In der Gemeinderatssitzung, die heute um 18.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums stattfindet, gibt es einen Zwischenbericht.

Die Ausarbeitung des Stadtentwicklungsplans zählt gegenwärtig zu den wichtigsten Projekten der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. Unter dem Stichwort "Weil der Stadt 2020" geht es darum, Leitlinien zu erarbeiten, in welche Richtung sich die Stadt in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln soll und wie sie sich im regionalen Umfeld positioniert.

Das betrifft die gesamten Bereiche städtischen Lebens: Umwelt und Wirtschaft, Kultur und Soziales, Wohnen und Arbeiten, Verkehr und Versorgung, Bildung und Freizeit und vieles mehr. Dieser Ansatz umfasst neben räumlichen und ökologischen Aspekten ausdrücklich auch die ökonomische und soziale Struktur und den Dialog zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik.

Die Klausurtagung des Gemeinderats am 3. Dezember 2004 im Sängerheim Merklingen bildete den Auftakt zur Stadtentwicklungsplanung "Weil der Stadt 2020". In der Sitzung wurde die Ausgangssituation in Weil der Stadt analysiert und erste Ziele und Handlungsansätze für die künftige strategische Orientierung der Stadt erarbeitet.

In der Einstiegsdiskussion ging es um die Frage der Einwohnerzielgröße im Jahr 2020. Der Gemeinderat hat sich für ein maßvolles Wachstum unter Berücksichtigung der Sicherung hoher städtebaulicher Qualität und einer ausgewogenen Sozialstruktur entschieden. Die Zahl soll von derzeit 19 250 Einwohner auf über 20 000 Einwohner steigen. Sollten die Rahmenbedingungen, wie das Wohnbauflächenangebot und die Dimensionierung der Infrastruktureinrichtungen gewährleistet sein, kann sich der Gemeinderat auch einen Anstieg in den kommenden 15 Jahren auf bis zu 21 500 Einwohner vorstellen.

In drei Arbeitskreisen erfolgte anschließend die intensive Diskussion zu den verschiednen Themenfelder der Stadtentwicklung. Arbeitskreis 1 beschäftigte sich mit den Themen Bildung, Freizeit, Kultur und Soziales. Mit der Entwicklung von Wohnbau- und Siedlungsflächen sowie dem Verkehr setzte sich der Arbeitskreis 2 auseinan der. Im Arbeitskreis 3 wurden die Gewerbeentwicklung und der Einzelhandel diskutiert. Jeder Arbeitskreis hatte die Aufgabe, Stärken und Schwächen aufzuzeigen, Leitbilder und Entwicklungsziele zu formulieren und hieraus Handlungsansätze zu erarbeiten.

Im Rahmen einer weiteren Sitzung am 8. März 2005 entwickelten die Stadträtinnen und Stadträte in ihren Arbeitskreisen aus den Zielvorstellungen und Handlungsansätzen der ersten Klausurtagung mögliche Leitprojekte wie bürgerschaftliches Engagement, Schulstadt Weil der Stadt, Entwicklung der Ortskerne, Naherholungsgebiete, Flächenmanagement, Einzelhandels-/Stadtmarketingkonzeption.

Die Leitprojekte sind in den vergangenen Wochen von der Kommunalentwicklung LEG überarbeitet worden und werden in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am heutigen Dienstag vorgestellt. Sie dienen als Anregung und Orientierung für die Bürgerinnen und Bürger, die dann in den Planungswerkstätten ihre eigenen Ideen einbringen sollen. Die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung findet voraussichtlich nach den Pfingstferien statt.

Der ausführliche Bericht über die Ergebnisse der Klausurtagung sowie die in der März-Sitzung erarbeiteten möglichen Leitprojekte einschließlich einer kurzen inhaltlichen Beschreibung sind auf der Homepage der Stadt Weil der Stadt unter dem Navigationspunkt "Rathaus & Politik/Stadtentwicklungsplanung" zu finden.